zum Inhalt springen

Lehrerfortbildung 5. Juli 2013, Baykomm Leverkusen

Am 5. Juli 2013 erkundeten viele Lehrer und Referendare anlässlich des Lehrerfortbildungstages das Schülerlabor Baylab im Baykomm. Im Rahmen der Veranstaltung waren auch zwei Dozenten der Fachdidaktik Biologie der Uni Köln mit Vorträgen vertreten.

Joachim Becker, der Fachleiter der Biologie und Kernseminarleiter am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung, Neuss ist, hielt den Vortrag:

"Entwicklung chemischer Krebstherapien vom Mitosehemmer zur zielgerichteten Therapie – ein Beispiel zur kontextorientierten Anwendung und Vertiefung der zellbiologischen Kenntnisse in der Sekundarstufe II"

Monika Pohlmann, Leiterin der Fachdidaktik Biologie für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen sowie an Berufskollegs referierte zu dem Thema:

"Was ist ein gutes Schulbuch?" 

Dazu folgt ein Auszug:

"...Von Hochschullehrern wird der Begriff der „Diskursarena“ ins Spiel gebracht. Damit ist die gesellschaftspolitische Machtauseinandersetzung um das Schulbuchwissen gemeint. Schulbücher sind Dokumente der offiziellen Kultur, mit ihrem repräsentativen Wissen sind sie Ausdruck der Selbstdarstellung einer Gesellschaft. Damit wird soziokulturell anerkanntes Wissen in aufwendigen Zulassungsprozeduren an die nächste Generation weitergegeben.

Leider gibt es bis heute keine genuine Schulbuchforschung als eigene Disziplin. Sie ist eher eine Querschnittsdisziplin mit interdisziplinärem Charakter. Aus dem Blickwinkel der Hochschulforschung wird daher das Schulbuch auch als „Aschenputtel-Medium“ beschrieben. Bis heute sind Schulbücher die Stiefkinder der pädagogischen Forschung, da zur wissenschaftlichen Anerkennung Veröffentlichungen zählen und die Entwicklung eines Schulbuches nicht dazu gehört……."